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19.7.2019
von Roger Blum

Tauchen in Berlin-Brandenburg

Auf neuen Wegen:
Spreetauchen


Ziel unseres heutigen Ausflugs war die Spree bei Hangelsberg. Die Spree schlängelt sich hier idyllisch durch die Landschaft. Mit sanfter Strömung fließt sie gemütlich Richtung Berlin. Das Ufer ist von einem dichten Schilfgürtel gesäumt und das Flussbett dicht mit Wasserpflanzen besetzt, deren lange, fadenartige Blätter schräg in der Strömung stehen. Im Strömungsschatten des Flusslaufes gibt es herrliche Seerosenteppiche. Die Sonne spiegelte sich auf dem Wasser und überall flogen Libellen umher. Sie ließen sich auf dem Schilf und den Wasserpflanzen nieder. An der Spree leben Arten, die andernorts längst nicht mehr zu finden sind.


Spree
Blick auf die Spree bei Hangelsberg


Da wir nur mit einem Auto angereist sind und einen langen Rückweg im Tauchanzug die Straße entlang scheuen, schwimmen wir zunächst flussaufwärts gegen die Strömung an. Der Blick unter die Wasseroberfläche eröffnete eine herrliche Welt mit Süßwasserschwämmen, große Flussmuscheln und selten gewordenen Fischarten. Die Wasserpflanzen bewegten sich im Rhythmus der Strömung.


Tauchen Spree


Über weite Strecken war die Spree stark verkrautet, so dass es hieß Bauch einziehen. Wir schwammen entlang des Schilfgürtels teils durch Wasserlinsenteppiche, besser bekannt als Entengrütze. Unter schattigen Überhängen suchten wir nach Welsen, die es hier eigentlich recht häufig geben soll. Welse sahen wir zwar nicht, dafür aber große Bleie, Barsche und erstmals große Döbel, deren langgestreckte, torpedoförmige Körper ein auffälliges, netzartiges Schuppenmuster aufweisen. Die Fische können über einen halben Meter lang werden.


Döbel Squalius cephalus
Döbel (Squalius cephalus)


Auf sandigen Grundabschnitten sah ich eine Gründlinge. Die etwa 10 cm langen Fische haben einen langgestreckten Körper mit bläulich schimmernden, unregelmäßigen Flecken und Punkten. Sie suchten mit ihren Barteln den Boden nach Nahrung ab. Auch Kaulbarsche und neugierige Flussbarsche waren anzutreffen.


Gründlinge Gobio gobio
Gründling (Gobio gobio) und Flußbarsch (Perca fluviatilis) auf sandigen Grundabschnitten der Spree


Inzwischen waren wir schon über eine Stunde unterwegs. Wir drehten um und ließen uns von der Strömung flussabwärts zu unserer Einstiegsstelle treiben. Auf den letzten Metern beobachten wir nochmal eine Gruppe Döbel. Ein schöner Abschluss eines interessanten Hochsommer-Tauchausflugs.


Fotos: Roger Blum und Julia Walter

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